Zukunfts-Inserat · fiktiv · Folge 1 · Jahr 2029
Zu verkaufen: das erste Cybercab-Unternehmen der Schweiz
Lokales Unternehmen · Transport & Logistik · Kanton Zürich
Eckdaten
Beschreibung
Profitable Flotte von 31 autonomen Tesla Cybercabs auf freigegebenen Strecken in der Stadt Zürich, im Glattal und am Flughafen. Betrieb rund um die Uhr, Fernüberwachung aus einer Leitstelle in Opfikon, keine Fahrer. Verkauf komplett: Fahrzeuge, Depot-Mietvertrag, Streckenfreigaben, B2B-Verträge.
Die Robotaxi Zürich AG hat 2027 als erstes Unternehmen der Schweiz eine kantonale Streckenfreigabe für führerlose Fahrzeuge erhalten und betreibt seit Frühling 2028 31 Cybercabs im Regelbetrieb. Das Netz umfasst die Stadt Zürich, das Glattal und den Flughafen Kloten. Bestellt wird per App oder über Firmenkonten; abgerechnet wird pro Fahrt mit dynamischem Preis.
Der Betrieb läuft aus einer Leitstelle: fünf Operatorinnen und Operatoren überwachen die Flotte im Schichtbetrieb, wie es die Verordnung verlangt. Reinigung und Laden sind im eigenen Depot weitgehend automatisiert. Pro Fahrzeug und Tag fahren wir im Schnitt 25 Fahrten. 2028 war das erste volle Betriebsjahr und das erste profitable.
Produkte & Dienstleistungen
Einzelfahrten per App (Tag- und Nachttarif), Firmen-Shuttles im Abo für Hotels und Unternehmen mit Schichtbetrieb, Flughafen-Pauschale, Poolfahrten zu Stosszeiten.
Zielgruppe
Pendlerinnen und Pendler im Glattal, Flughafenreisende, Hotels am Flughafen und in der Stadt, Unternehmen mit Nacht- und Wochenendbetrieb.
Wettbewerbsvorteile
Zwei Jahre Vorsprung bei Streckenfreigaben und Behördenerfahrung. Eigenes Depot mit Ladepark und automatisierter Reinigung. Datenbasiertes Pricing aus 400'000 gefahrenen Fahrten. Feste B2B-Verträge für rund 30 Prozent des Umsatzes.
Rolle des Eigentümers
Der Gründer leitet die Leitstelle und den Behördenkontakt, rund 60 Prozent. Beides ist dokumentiert und in sechs Monaten übertragbar; er bleibt auf Wunsch ein Jahr beratend dabei.
Verkaufsgrund
Der Gründer will das nächste autonome Mobilitätsunternehmen aufbauen, diesmal für Güter statt Personen. Kapital und Kopf sollen dorthin.
Kleines Problem.
Dieses Unternehmen existiert nicht. Noch nicht.
Dieses Inserat kommt aus dem Jahr 2029. Alle Zahlen sind erfunden, aber so gerechnet, wie wir ein echtes Inserat rechnen würden.
Was heute stimmt: Tesla hat am 3. September 2026 in Austin die ersten Cybercab-Fahrten gestartet und sucht Flottenbetreiber. Die Schweiz erlaubt führerlose Fahrzeuge seit dem 1. März 2025, auf Strecken, die ein Kanton freigibt, mit Fernüberwachung. Zugelassen ist bisher kein einziges.
Vielleicht baut jemand genau dieses Unternehmen. Und verkauft es in ein paar Jahren hier.
Wirtschaftliche Angaben, Modellrechnung 2028
Annahmen, keine Prognose. So würden wir auch ein echtes Inserat lesen.
| Position | CHF |
|---|---|
| Fahrzeuge | 31 |
| Fahrten | 280'000 (Ø 25 pro Fahrzeug und Tag) |
| Ø Erlös pro Fahrt | 13.60 |
| Umsatz | 3'810'000 |
| Software- und Flottenlizenz Hersteller (20 % vom Umsatz) | 760'000 |
| Personal Leitstelle, 5 Vollzeitstellen inkl. Sozialleistungen | 640'000 |
| Reinigung, Depot, Unterhalt | 380'000 |
| Versicherung | 300'000 |
| Strom | 100'000 |
| Bewilligungen, Zahlungsabwicklung, Marketing, Verwaltung | 430'000 |
| EBITDA | 1'200'000 (31 %) |
| Abschreibung Flotte (31 × 40'000 über 5 Jahre) | 250'000 |
| EBIT | 950'000 |
| Verkaufspreis | 4'900'000 (4.1 × EBITDA, 1.3 × Umsatz) |
Was zwischen heute und 2029 passieren müsste
- Zulassung des Fahrsystems für die Schweiz (Typengenehmigung, heute nicht vorhanden)
- Eine kantonale Streckenfreigabe für Zürich mit Flughafen
- Ein Versicherer, der eine führerlose Flotte zeichnet
- Ein Hersteller, der in Europa an Flottenbetreiber verkauft statt selbst betreibt
- Ein Depot mit Ladeleistung für 31 Fahrzeuge in Flughafennähe
Risiken, die ein Käufer prüfen würde
- Abhängigkeit vom Hersteller: Software-Lizenz, Ersatzteile, Preis pro Fahrt
- Streckenfreigaben sind widerrufbar
- Versicherungsmarkt ohne Erfahrungswerte
- Ein zweiter Anbieter drückt den Fahrpreis
- Ein einziger schwerer Unfall trifft die Marke direkt
- Regulierung kann strenger werden (Operator-Quote pro Fahrzeug)
Wer so etwas kaufen würde
- Taxi- oder ÖV-nahe Mobilitätsunternehmen mit Flottenerfahrung
- Autoimporteure und Händlergruppen, die ins Betreibergeschäft wollen
- Infrastruktur-Investoren und Family Offices mit Mobilitätsfokus
- Ein Search Fund mit einem Operator-Profil